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Arten von Feuerwehrschläuchen

Drei Storz-Kupplungen unterschiedlicher Größe an Feuerwehrschläuchen, von der größten zur kleinsten.
Storz-Kupplungen der Größen A, B und C, von links nach rechts. Bild: Schäffer, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Feuerwehrschläuche sind nicht alle gleich. Sie unterscheiden sich darin, wofür sie eingesetzt werden, wie weit sie sind und wie sie gekuppelt werden. Hier ein kurzer Überblick über das, was man meist auf einem Löschfahrzeug findet.

Druck-, Saug- und formstabile Schläuche

Druckschläuche führen das Wasser unter Druck von der Pumpe oder dem Hydranten zum Strahlrohr. Leer sind sie flach, deshalb lassen sie sich gut rollen und verlasten. Sie werden bei fast jedem Einsatz gebraucht.

Saugschläuche dienen dazu, mit der Pumpe Wasser aus offenen Gewässern anzusaugen, etwa aus einem Fluss, See oder Becken. Sie sind steif und mit einer Spirale verstärkt, weil beim Ansaugen Unterdruck entsteht, der einen normalen Schlauch zusammendrücken würde.

Formstabile Schläuche behalten ihre runde Form auch im leeren Zustand. Sie sind meist fest mit der Pumpe verbunden und auf der Haspel der Schnellangriffseinrichtung aufgerollt, sodass sie sofort einsatzbereit sind, ohne Auslegen und Kuppeln.

Bezeichnungen und Größen

Druck- und Saugschläuche werden mit einem Buchstaben und einer Zahl bezeichnet. Der Buchstabe steht für die Kupplungsgröße, die Zahl für den Innendurchmesser in Millimetern.

Bezeichnung Durchmesser Verwendung
A 110 110 mm Ansaugen aus offenen Gewässern
B 75 75 mm Versorgungsleitung, vom Hydranten oder Tanklöschfahrzeug zum Verteiler
C 52 52 mm Angriffsleitung, vom Verteiler zum Strahlrohr
C 42 42 mm Angriffsleitung, leichter und handlicher
D 25 25 mm kleine Wassermengen, Vegetationsbrände und Nachlöscharbeiten

B-Schläuche sind meist 20 m lang, C-Schläuche 15 m.

Schema: Ein Hydrant und ein offenes Gewässer sind über B-75- und A-110-Schläuche an eine Pumpe angeschlossen, die Pumpe über einen B-75-Schlauch an einen Verteiler, und der Verteiler speist über C-52- und C-42-Schläuche zwei Strahlrohre.

Die Pumpe (3) nimmt Wasser aus dem Hydranten (1) über einen B-Schlauch oder aus offenem Gewässer (2) über einen A-110-Saugschlauch. Ein B-Schlauch führt von der Pumpe zum Verteiler (4), von dort führen C-Schläuche zu den Strahlrohren (5). Die Linienstärke folgt dem Schlauchdurchmesser.

Warum der Durchmesser zählt

Je enger der Schlauch, desto mehr Druck verliert das Wasser durch Reibung. Der Unterschied ist größer, als er aussieht: Bei gleicher Durchflussmenge und Länge verliert ein C 42 fast dreimal so viel Druck wie ein C 52. Deshalb werden lange Versorgungsleitungen mit B-Schläuchen verlegt und Angriffsleitungen möglichst kurz gehalten. Ein engerer Schlauch ist leichter und handlicher, besonders im Treppenhaus. Die Wahl ist also immer ein Kompromiss zwischen Beweglichkeit und Druck am Strahlrohr.

Querschnitte von C-52- und C-42-Schläuchen im Maßstab und zwei Balken für den Druckverlust: C 42 verliert etwa dreimal so viel wie C 52.

Links: Querschnitte von C 52 und C 42 im richtigen Verhältnis. Rechts: Druckverlust bei gleicher Durchflussmenge und Länge. Der Durchmesser unterscheidet sich um 10 mm, der Druckverlust fast um das Dreifache.

Kupplungen

Schläuche werden mit Storz-Kupplungen verbunden. Die Kupplungen sind symmetrisch, es gibt also keine unterschiedlichen Hälften, und zwei Enden gleicher Größe werden durch Zusammenstecken und Drehen verbunden. C 52 und C 42 haben dieselbe C-Kupplung und passen zueinander. Schläuche unterschiedlicher Größe, etwa B und C, werden über ein Übergangsstück verbunden.

Woraus sie bestehen

Ein Druckschlauch hat ein äußeres Gewebe aus Kunstfasern, das den Druck aufnimmt, und eine innere Gummischicht, die das Wasser hält. Manche Schläuche haben zusätzlich eine Außenbeschichtung, die vor Abrieb, Hitze und Chemikalien schützt.